Cover PageTechnische InformationDie Nachstellung bei der Haltestelle
Die Nachstellung bei der Haltestelle im Aufzug bei der Aufzugstechnik und Aufzugswartungsfirma für Aufzugsanlagen, Aufzüge & Notruf-Leitsysteme der Metropolregion Nürnberg, Fürth, Erlangen, Roth, Bamberg, Ansbach, Erlangen-Höchstadt, Neumarkt, Schwabach, Amberg, Forchheim und Neustadt.


Die Haltestelle und Nachstellung beim Aufzug


Die Haltegenauigkeit beim Aufzug bzw. Fahrstuhl hängt von folgenden Dingen ab:

  1. Die beförderte Last im Fahrkorb des Aufzugs bzw. Fahrstuhls.
  2. Die Genauigkeit der Aufzugsbremse.
  3. Äußere Einflüsse wie die Temperatur des Maschinenraums.
  4. Die Abnutzung der Treibscheibe und Seile der Aufzugsanlage.


Die Aufzugsrichtlinie 95/16/EG beschreibt in Punkt 2.3 der Anlage I, dass kontrollierte Nachstellbewegungen bei offenen Türen in gewissen Bereichen zulässig sind.


In der UNI EN 81-70 ist die Zugänglichkeit zu den Aufzügen für Personen einschließlich solcher mit Behinderungen unter Punkt 5.3.3 festgelegt.

  1. Die Haltegenauigkeit des Fahrkorbs im Aufzug bzw. Fahrstuhl darf nicht höher als +- 10mm betragen.
    Der vertikale Abstand der Schwelle des Fahrkorbs zur Schwelle der Fahrschachttür darf nicht größer als 10mm sein.
  2. Die Toleranz für die Nachstellgenauigkeit beträgt +- 20mm.


Was verursacht die Stufe und wie löst man das Problem?

Das Problem des Niveauunterschieds zwischen der Schwelle der Fahrkorbtür und der der Fahrschachttür tritt überwiegend bei älteren elektrischen Aufzügen bzw. Fahrstühlen mit Seilen, die von einem Elektromotor mit nur einer Geschwindigkeit angetrieben werden.

Dabei nähert sich der Aufzug mit Nenngeschwindigkeit an die Haltestelle der Zieletage. Der Aufzug wird dann mit der mechanischen Getriebebremse gestoppt.

Bei diesen Aufzugstypen ist es beinahe normal einen kleinen Absatz vorzufinden.


Aufzugsanlagen mit Elektromotoren, die mit nur einer Geschwindigkeit angetrieben werden, haben zudem, auf Grund der abrupten Beschleunigung und Verlangsammung in den Abfahrtsphasen und Ankunftsphasen, einen mäßigen Fahrkomfort.


Die Lösung beim seilbetriebenen Aufzug

Eine variable Frequenz und Spannung beim Aufzugsantrieb macht die Haltegenauigkeit von der Last der Kabine unabhängig und ermöglicht so eine Haltegenauigkeit innerhalb der erlaubten Toleranzen.

Außerdem optimiert sie so den Fahrkomfort und den Energieverbrauch.



Was verursacht die Stufe und wie löst man das Problem beim Hydraulikantrieb?

Das Problem des Niveauunterschieds zwischen der Schwelle der Fahrkorbtür und der der Fahrschachttür kann auch bei hydraulikbetriebenen Aufzügen auftreten. Dabei tritt der Absatz bedingt durch die Elastizität der Aufhängungsvorrichtung auf.


Die Lösung beim hydraulikbetriebenen Aufzug

Eine eingebaute Nachstellungsvorrichtung soll verhindern dass eine Schwelle beim Beladen oder Entladen entsteht, indem eine Pumpe und eine Ventilgruppe in der Stelleinheit betätigt wird, die einer vertikalen Bewegung entgegenwirkt.


Die bautechnische Umsetzung für den Halt des Fahrkorbs

Die Steuereinheit der Aufzugsanlage regelt die Bewegungen des Fahrkorbs im Aufzug. Also ist die Steuereinheit auch für den Halt des Fahrkorbs verantwortlich.


Die Steuereinheit funktioniert nach den Sicherheitsanforderungen der Aufzugsrichtlinie 95/16/EG für die Bewegung des Fahrkorbs und der korrekten Funktion der Türen.

Damit die Steuereinheit den Halt vorbereiten und ausführen kann, bedarf es eines Verlangsamungssignals und eines Haltesignals.

In der am häufigsten verwendeten Bauweise werden beide Signale mit einem Impulsgeber im Fahrschacht über Magnetstreifen an einen Empfänger auf dem Fahrkorbdach des Aufzugs übertragen.

Wenn der Empfänger in der Nähe der Zieletage am Pulsgeber vorbeifährt, empfängt die Steuereinheit sein Signal und leitet die Verlangsamung mit einer vom Passagier kaum wahrgenommenen Schwerkraftsbeschleunigung von 0,1 g ein. Anschließend beginnt die Steuereinheit mit dem Haltemanöver des Fahrkorbs auf der Zieletage.


Der Pulsgeber der Haltevorrichtung besteht aus einem elektrischen Kontakt, mit 2 gegenüberliegenden Lammellen, die auf ein Magnetfeld reagieren. Wenn der Pulsgeber in das von den Streifen entlang der Führungsschienen erzeugte Magnetfeld eintritt, wird der Kontakt aktiviert und sendet ein Signal an die Steuereinheit der Aufzugsanlage. Die Steuereinheit kann nun das Haltemanöver einleiten.


Weitere Signalgeber für Haltevorrichtungen beim Aufzug:

  • Ein optisches Lesegerät wird hauptsächlich in Turboliften verwendet.
  • Mechanisch ausgelöste Kontakte, die bei der Fahrkorbdurchfahrt ausgelöst werden.
  • Durch einen elektromagnetischen Schalter, der zu den zuverlässigsten zählt.

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